HISTORISCHES
Wo Annette Klavier spielte
Andernorts nennt man Deutschlands große Dichterin Annette von Droste-Hülshoff distanziert "die Droste", in Hohenholte nennt man sie beim Vornamen. Dieser familiäre Umgang mit der Dichterin ist nicht ohne Grund, besuchte sie doch häufig das Hohenholter Damenstift und nahm ab 1809 beim Hohenholter Organisten Joseph W. Kettler Orgelunterricht.
Auch heute noch wird Hohenholte das "Stiftsdorf" genannt, schließlich hat sich der Ort rund um ein 1142 gegründetes Kloster entwickelt. Außer der Stiftskirche St. Georg ist vom Kloster heute allerdings nicht viel erhalten geblieben. Jedoch haben die Hohenholter Bürger die Zeugnisse der Vergangenheit liebevoll bewahrt.
So sind beispielsweise die mit viel Eigeninitiative restaurierte barocke Brücke über die Aa und die alte Wassermühle des Klosters Schmuckstücke des Ortes. Gepflegte Häuser, idyllische Gärten und einladende Gaststätten verleihen dem Dorf ein ganz außergewöhnliches, anziehendes Flair.
Manch ein Besucher mag sich in eine andere Welt versetzt sehen. Schon vor 100 Jahren war Hohenholte ein Ausflugsziel für Wanderer aus Münster, die Gaststätten und Biergärten im Ort gründen auf dieser Tradition. Dank der besonderen Atmosphäre des Stiftsdorfes beginnt manch ein Besucher die Einheimischen zu verstehen, die da stolz verkünden:
"Wenn ich könnte, wie ich wollte, blieb ich stets in Hohenholte!"
(Text : Ortsbroschüre Havixbeck / Dr. Joachim Eichler)

