STIFTUNG

Die Stiftungsurkunde von 1142
 

Zentrales Dokument für die nachweisbaren und schriftlich belegten Anfänge der Hohenholter Geschichte ist eine Urkunde aus dem Jahr 1142, durch die die Gründung eines Benediktinerklosters kundgetan und die zugehörigen Stiftungen besiegelt wurden. Zusammen mit rund 120 weiteren Urkunden aus der Zeit bis 1768 und 300 Akten vom Ende des 15. Jahrhunderts bis zur Auflösung des Stifts 1811 wird sie unter der Bestandsbezeichnung "Hohenholte" im Staatsarchiv Münster aufbewahrt. Die ersten Urkunden aus dem 11. und 12. Jahrhundert folgen aber in teils großem zeitlichen Abstand aufeinander, so daß die Erkenntnisse zum Beginn der klösterlichen EntwickIung auf nur wenigen Zeugnissen beruhen. Konzentrieren wir uns zunächst auf das Dokument von 1142, das wie damals üblich in lateinischer Sprache abgefaßt und auf Pergament niedergeschrieben ist.
Aussteller der Urkunde war der münsterische Bischof Werner von Steußlingen (1139 - 1152). Ihr ist zu entnehmen, daß ein Mann namens Liudbert zu seinem Seelenheil und zu Ehren der Jungfrau Maria eine kleine Zelle (cellulam), mit anderen Worten ein kleines Kloster, in Hohenholte errichtet und diesem dazu seinen dort befindlichen Hof mit Ländereien und Wald förmlich übergeben hat.

 

 

 

(Textauszug aus:  Lorenz, Jörg: Vom Kloster zum Stiftsdorf : 850 Jahre Hohenholte / [hrsg. von der Gemeinde Havixbeck]. Jörg Lorenz. Mit Beitr. von Ursula Pütz und Susana de Andrade. - Havixbeck, 1992.)